Soli Kiani
Hope moves History towards Freedom


Kunsthalle Krems
Museumsplatz 5, 3500 Krems an der Donau
Informationen bei: Kunsthalle Krems
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Termine:
Beschreibung:
Die aus dem Iran stammende Künstlerin Soli Kiani entwickelte ein Werk, das Stoff zugleich als formbildende Substanz und als Träger gesellschaftlicher Bedeutungen einsetzt. Themen wie Herkunft, Körperlichkeit und die Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen verbinden sich in ihren Arbeiten mit einer eigenständigen, skulpturalen Sprache. Für die Dominikanerkirche Krems schafft sie eine Rauminstallation, in der textile Materialien als zentrales künstlerisches Mittel wirken.
Starr und beweglich :
Im Kirchenraum entfalten sich vertikale, säulenartige Stoffskulpturen, die aus gehärteten Textilbahnen und Seilen bestehen und aus schlichten Betonsockeln herauswachsen. Sie wirken architektonisch und körperhaft zugleich und betonen die Höhe und klaren Linien des Langhauses. Die abstrahierten Formen erinnern an textile Hüllen. Sie verweisen auf den Tschador, einen bodenlangen, dunklen, im Iran traditionellen Umhang, als Symbol sowohl für Schutz als auch für Einschränkung.
Zeichnerischer Kontrapunkt
Ergänzt wird die Installation durch fotorealistische Zeichnungen auf Leinwand, die den menschlichen Körper in präziser, beinahe skulpturaler Klarheit zeigen. Diese Arbeiten setzen einen bewussten Kontrapunkt zur Materialästhetik der Skulpturen und eröffnen einen Dialog über Identität, Selbstbestimmung, Verletzlichkeit und Präsenz. In ihrer Verbindung entstehen Blickachsen, die den gotischen Raum aktiv einbeziehen und seine Wirkung verstärken.